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Selbständig machen – kann ich das auch?

Selbstverständlich selbständig

Jeden Tag hören und lesen wir Geschichten von erfolgreichen Start-Ups, Gründern, einfach Selbständigen. Deutschland ist zum einen ein förderwilliges Land und zum anderen bietet es eine bunte Wirtschaft. Idealer Nährboden für ein erfolgreiches Business!

Was braucht man zum Starten? Eine Idee! Und dann? Eine Entscheidung, alles beginnt nämlich mit einer Entscheidung. Mit einem JA! Ja zu erst einmal viel Arbeit und Geduld. Ein Businessplan muss her – wenn man Geld vom Staat oder von seiner Bank möchte, sowieso. Aber ich empfehle den Businessplan auch stets als eigenen roten Faden zu nutzen. Daran kann man dann auch seinen Erfolg messen. Erfolg heißt nämlich, dass ich meine zuvor festgelegten Ziele erreiche. Habe ich aber keine Ziele festgelegt, kann ich mich auch nicht bewerten. Dann kann ich nur raten. Und mit Raten ist noch keiner groß geworden.

Förderung von Neugründungen

Welche Fördermöglichkeiten gibt es? Erst einmal den Existenzgründungszuschuss über die Agentur für Arbeit. Für eine Gründung aus der Arbeitslosigkeit heraus erhält man bei positiver fachkundiger Stellungnahme 6 Monate lang einen Satz in Höhe des ALG I zuzüglich 300,- € zur sozialen Absicherung, danach kann man auf Antrag nochmals 9 Monate die 300,- € beziehen. Bedingung ist zu Beginn, dass der Antragsteller noch mindestens 150 Tage lang Anspruch auf ALG I hat, sprich noch nicht zu lange arbeitslos ist. Wichtig ist hier übrigens auch die Reihenfolge. Zuerst der Gang zur Agentur, Antrag stellen und DANN erst darf das Gewerbe angemeldet werden. Der Businessplan wird kostenlos von einer sogenannten „fachkundigen Stelle“ geprüft. Das kann über die Wirtschaftsförderung einer Stadt laufen, aber auch Banken machen das. Ist der Stempel drauf, zurück zur Agentur, einreichen und auf den Bescheid warten.

Dann gibt es ein neues Produkt, da ja zum 31.12.15 das KfW „Gründercoaching Deutschland“ ausgelaufen ist. Der Nachfolger heißt „Förderung unternehmerischen Know-Hows“ und kommt vom BMWi.

Der neue Beratungszuschuss „Förderung unternehmerischen Know-hows“ fördert Beratungen junger und etablierter Unternehmen. Die Unternehmen können sich von qualifizierten Beraterinnen und Beratern bzw. Beratungsunternehmen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung beraten lassen. Ebenso erhalten Unternehmen in Schwierigkeiten einen Beratungszuschuss zu allen Fragen der Wiederherstellung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit.

Auch gibt es zahlreiche Gründerpreise, um die man sich bewerben kann. Die meisten sind mit guten Summen dotiert.

Selbständig und nun?

Als mein Vater Ende der 80er Jahre den ersten Computer ins Haus holte, war ich mir noch gar nicht bewusst, was solch ein Gerät eines Tages für mich tun sollte. Ich spreche von Werbung und Reichweite, von auf mich aufmerksam machen. Im Gegensatz zu vor 20 Jahren ist nämlich beides recht einfach geworden. Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als eine (!!!) Werbeanzeige in einem großen Automagazin unser Autohaus 6000,- DM gekostet hat.

Was tue ich heute? Google Adwords, SEO, eine Facebook Fanpage, Xing und LinkedIn. Alles in allem kostet es die Woche ca. 3 Stunden Arbeit und monatlich unter 150,- Euro, seine Kreise zu erweitern, sein Netzwerk zu pflegen und auf sich aufmerksam zu machen.

Last but not least – es gäbe natürlich noch Unmengen dazu zu erzählen – ich empfehle, sich einem realen Netzwerk anzuschließen, im Zuge des sich selbständig machen. Mag man noch so glücklich über die neu gewonnene Freiheit sein, so vermissen die meisten (und ich damals auch) doch recht schnell die sozialen Kontakte einer Firma. Ein Netzwerk fängt so vieles auf, es entstehen Bindungen aus wachsendem Vertrauen heraus und man findet Mitstreiter, motiviert sich gegenseitig und tröstet auch einmal.

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