„Über uns“ oder „über mich“?

Der Bluff mit der Masse

Heute früh bekam ich von einer Freundin einen Link, weil wir gestern über ein Thema gesprochen haben, welches ich spannend fand. Ok, ich finde es auch noch spannend, davon mal abgesehen, aber ein Teil der Umsetzung piekste nun in meinem Verkäuferherz. Verkaufen bedeutet in erster Linie ein hohes Maß an Stimmigkeit, denn das erzeugt Vertrauen. Ohne Stimmigkeit kein Vertrauen und ohne Vertrauen kein Geschäft.

Wie ich so bin, schaue ich neugierig nach, mit wem ich es zu tun habe und lese „über uns“. Gleich im ersten Absatz ein Wortdreher, der merklich daher rührt, dass die Anbieterin ziemlich sicher vorher nur über sich geschrieben hatte und dann doch aus dem „über mich“ ein „über uns“ machte. Unten drunter ein Bild – mit genau einer Person darauf. Im weiterführenden Text weitere komische Formulierungen, die darauf schließen lassen, dass hier jemand versucht, Masse darzustellen, die es gar nicht gibt. Unter anderem „sind >wir< ein führender Anbieter…“ Tja, aber es gibt nur 5 verschiedene Produkte im Angebot. Nun könnte man auch mit 5 Produkten eine Branche anführen, aber nicht in diesem Metier. Ich nenne den Namen und die Firma hier aus Rücksicht nicht, weil ich der Dame nichts Schlechtes unterstellen möchte. An sich hatte sie bestimmt einen guten Gedanken dabei.

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Hands on – über Floskeln und Beratersprech

Liebe Leser,

in meinen Seminaren werde ich in letzter Zeit so oft gefragt, was ist eigentlich dieses „hands on“? Man liest und hört davon grad extrem viel. Viele trauen sich im laufenden Kurs allerdings auch nicht zu fragen und sich vor allen anderen als unwissend bloß zu stellen. Oder bei Vorstellungsgesprächen, wenn der Personaler fragt, wie man dazu steht. Oftmals wird dieses Attribut sogar schon in der Stellenausschreibung gefordert. Oder man liest es in der „Über uns“ Rubrik eines Unternehmens. Hands on, wohin man schaut. Naja, hier kommt die Antwort:  Continue reading

Ode an den guten Mitarbeiter

Der gute Mitarbeiter

Er versucht stets gut zu sein und will auch immer besser werden. Er stellt die Frage nach dem Gutsein immer wieder auf’s neue und beantwortet sie auch immer wieder auf’s neue. Er hat nie das Gefühl, „fertig“ zu sein. Er entschuldigt sich für schlechte Arbeit. Ein schlechter Mitarbeiter hingegen rechtfertigt sich für schlechte Arbeit.

Ein guter Mitarbeiter setzt excellente Maßstäbe und hat Vorbilder, denen er nacheifert. Er weiß, was er kann und entwickelt sich weiter. Er weiß, was von ihm erwartet wird. Continue reading