Nicht verkaufen auf Social Media? Wie geht das?

Letzte Woche habe ich bei einem Kunden eine Veranstaltung begleitet. So kam ich ins Gespräch mit einem sympathischen Herren, der dort zu Gast war. Er selbst hat ein Traditionsunternehmen für Berufsbekleidung und möchte derzeit nicht wachsen. Ergo lautete seine erstmal logische These: Social Media ist nichts für ihn. Da würden ja nur noch mehr potenzielle Kunden auf ihn aufmerksam. Ist das so oder kann man auch in den Social Media steuern, was man damit erreichen will…?

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„Über uns“ oder „über mich“?

Der Bluff mit der Masse

Heute früh bekam ich von einer Freundin einen Link, weil wir gestern über ein Thema gesprochen haben, welches ich spannend fand. Ok, ich finde es auch noch spannend, davon mal abgesehen, aber ein Teil der Umsetzung piekste nun in meinem Verkäuferherz. Verkaufen bedeutet in erster Linie ein hohes Maß an Stimmigkeit, denn das erzeugt Vertrauen. Ohne Stimmigkeit kein Vertrauen und ohne Vertrauen kein Geschäft.

Wie ich so bin, schaue ich neugierig nach, mit wem ich es zu tun habe und lese „über uns“. Gleich im ersten Absatz ein Wortdreher, der merklich daher rührt, dass die Anbieterin ziemlich sicher vorher nur über sich geschrieben hatte und dann doch aus dem „über mich“ ein „über uns“ machte. Unten drunter ein Bild – mit genau einer Person darauf. Im weiterführenden Text weitere komische Formulierungen, die darauf schließen lassen, dass hier jemand versucht, Masse darzustellen, die es gar nicht gibt. Unter anderem „sind >wir< ein führender Anbieter…“ Tja, aber es gibt nur 5 verschiedene Produkte im Angebot. Nun könnte man auch mit 5 Produkten eine Branche anführen, aber nicht in diesem Metier. Ich nenne den Namen und die Firma hier aus Rücksicht nicht, weil ich der Dame nichts Schlechtes unterstellen möchte. An sich hatte sie bestimmt einen guten Gedanken dabei.

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Die schlimmste Frage!

Frau Schnakenberg, haben Sie noch Verkaufstricks für mich?

Jetzt ist es raus. Das ist die übelste Frage aller, die dennoch in meinen meist gehörten Top 10 auf Platz 1 steht. Leider. Man verkauft nicht über Verkaufstricks, man bietet Kunden auf ehrliche und wertschätzende Weise eine Lösung für ihre Probleme an! Wer Menschen nicht mag und keine Lust hat, sich mit ihnen zu befassen, ist falsch im Verkauf. Tricks sind etwas Negatives und damit schafft man es höchstens, dass ein Kunde nie wieder kommt. Tricks werden immer, immer, immer irgendwann durchschaut! Sicherlich ist Verkaufen zu einem großen Teil reine Psychologie, aber ein Instrument ist nur so ethisch wie sein Anwender und wer faule Tricks braucht, sollte lieber seine kommunikativen Fähigkeiten und seine Empathie schulen. Ich möchte an dieser Stelle gerne erzählen, warum ich in erster Linie die Ausbildung zur Trainerin gemacht habe. Also klar, ich wollte sowieso selbständig sein und Einfluss auf andere Leute haben. Aber positiven Einfluss und mein Leitgedanke war – Achtung, das klingt jetzt etwas kitschig – die Welt ein bisschen besser zu machen. Zumindest die Verkaufswelt.  Continue reading

Gravis Bremen oder wie man Kunden verprellt

Gravis – Klappe, die erste

Es ist Donnerstag, der 1. September und ich stehe im Gravis Store Bremen. Mein I-Phone macht Probleme. Ich kann beim Telefonieren zusehen, wie der Akku sich leert und es lädt nicht mehr komplett auf. Es ist noch kein Jahr alt und daher möchte ich die Herstellergarantie nutzen. Ein Gerät für 800 Euro sollte etwas länger durchhalten. Ich habe einst lange genug bei BMW und Porsche gearbeitet. Da ist schon auch mal Öl rausgetropft, wo es nicht sollte. Fehler dürfen nämlich passieren. Die Frage ist bloß, wie damit umgegangen wird. Jetzt kommt allerdings der erste Denkfehler, den ich gemacht habe. Ich dachte, bei einem Gerät für 800 Euro wird man von einem – bzw. DEM – autorisierten Apple Händler in Bremen auch so behandelt. Also wir sprechen hier jetzt quasi von dem Porsche unter den Handys. Continue reading

Hands on – über Floskeln und Beratersprech

Liebe Leser,

in meinen Seminaren werde ich in letzter Zeit so oft gefragt, was ist eigentlich dieses „hands on“? Man liest und hört davon grad extrem viel. Viele trauen sich im laufenden Kurs allerdings auch nicht zu fragen und sich vor allen anderen als unwissend bloß zu stellen. Oder bei Vorstellungsgesprächen, wenn der Personaler fragt, wie man dazu steht. Oftmals wird dieses Attribut sogar schon in der Stellenausschreibung gefordert. Oder man liest es in der „Über uns“ Rubrik eines Unternehmens. Hands on, wohin man schaut. Naja, hier kommt die Antwort:  Continue reading