glücklicher Verkäufer, glückliche Kundin

Guter Verkäufer – böser Verkäufer?

Der Verkäufer, das wundersame Wesen. Als Verkäuferin und Verkaufstrainerin ist es mir wichtig, mit meinen Werten zu arbeiten und zu leben, denn schließlich muss auch ich abends gerne und zufrieden mit meinem Tageswerk in den Spiegel schauen. Heute möchte ich einfach mal für all diejenigen etwas schreiben, die vielleicht gar nicht aus dem Verkauf kommen, aber ja immerhin auch an vielen Stellen Kunden sind. So wie auch ich immer wieder Kundin bin. Und trotz, dass ich aus dem Verkauf komme, seid beruhigt liebe Leser, habe auch ich diese eine weibliche Synapse, die lauthals schreit: „Kauf diese Antifaltencreme, sie wird es richten.“

Damit wären wir beim Thema, ich möchte aufklären und vor ein paar Begebenheiten warnen, bei denen Ihr hellhörig werden solltet als Kunden.

Der Mensch mit „Programmierfehlern“

Zuerst einmal, wie funktioniert eigentlich der Mensch beim Beurteilen, Auswählen und somit auch beim Kaufen? Ein tolles Buch hat dazu übrigens Daniel Kahnemann geschrieben mit seinem Bestseller „Schnelles Denken, langsames Denken„. Kahnemann bekam unter anderem für sein Wirken im Jahr 2002 den Wirtschafts-Nobelpreis.

Der Mensch ist nun mal keine saubere Programmierung, sondern wir beherbergen ein paar Fehler im System. Solch ein Fehler wird in der Psychologie auch Bias genannt. Diese Urteils- und Entscheidungsfehler passieren uns immer wieder in Bezug auf andere Menschen – und zwar in Form von Fehleinschätzungen. Ein großer Stolperstein beim Menschen ist, dass er gern auf Heuristiken zurückgreift, sogenannte Faustregeln. Und die benutzen wir wiederum gern, wenn es darum geht, kognitiv aufwändige Urteile zu fällen. Genau diesen Aufwand wollen wir uns nämlich sparen. Unser Gehirn ist quasi am liebsten im Energiesparmodus. Das liegt daran, dass es zwar mit nur 2% Körpermasse einen kleinen Teil von uns darstellt, aber mit 20% Energieverbrauch eben da in Relation zum gesamten Körper ziemlich viel Arbeitsspeicher benötigt.

Im großen und ganzen beherbergt unser Gehirn für einen Kauf zwei wichtige Areale: das lymbische System (den Sitz unserer Gefühle) und das Großhirn (auch Denkhirn genannt weil hier die bewusste Verarbeitung von Informationen stattfindet). Kahnemann hat die beiden einfach System 1 und 2 genannt. System 1 ist intuitiv und schnell. System 2 ist bewusst und logisch denkend und braucht einen höheren Aufwand, weil wir uns hier auf etwas konzentrieren müssen.

Und der Verkäufer?

Verkäufer sind genau darauf erzogen. Sie wollen uns das Kaufen extrem leicht machen, indem sie dafür sorgen, dass alles um uns herum perfekt ist. Der normale erwachsen-denkende Mensch entscheidet vorwiegend nach Gefühl und erklärt es sich dann hinterher rational: Macht es Sinn? Bringt es mich weiter? Habe ich da was von und wenn ja, was? Je perfekter das Angebot und das Kauferlebnis, desto hellhöriger sollten wir also daran gehen. Das Ziel des Verkäufers ist es immer, dass unser Kundenhirn bereits im lymbischen System ausflippt vor Freude und ans Großhirn funkt: „haben will“. Das Großhirn wird dann schon von selbst genug Gründe dafür finden, warum der Kauf jetzt richtig ist. Denn auch so sind wir: Wir suchen automatisch nach dem, was unsere eh schon existierende Meinung untermauert.

Ein guter Verkäufer beherrscht Framing und Priming. Das heißt, er ist in der Lage, sein Angebot für die Kunden im passenden Rahmen zu präsentieren und sie mit einem absichtlich gesetzten Reiz auf etwas zu primen, sprich zu beeinflussen. Man hat einst bewiesen, dass das funktioniert, indem man im Kino nur millisekundenlang Coca Cola einblendete, für das Auge nicht wahrnehmbar und doch stieg in der nächsten Pause der Cola-Absatz vakant in die Höhe.

Ein weiterer Punkt, auf den Menschen (Kunden) zuverlässig reagieren, ist Wiederholung. Wenn eine Sache nur oft genug wiederholt wird, dann glauben wir sie dummerweise. Werbung funktioniert so und jeder Schneeball-Vertreter auch. Ich habe sogar schon Präsentationsfolien von solchen Unternehmen gesehen, die nach dem Prinzip aufgebaut sind. Ich will damit nicht sagen, dass die Produkte pauschal schlecht sind, aber verdienen tut einer ganz oben am besten und nach ihm kommt lange nichts. Ein weiteres Beispiel dafür sind gefälschte Pressemeldungen in den sozialen Netzen. Es gibt inzwischen Unternehmen (im TV wurde einst investigativ berichtet), die den ganzen Tag nichts anderes machen, als gefälschte Berichte über z.B. Personengruppen ins Netz zu stellen und diese verbreiten. Oder wie sonst erklären wir uns, dass diese Berichte von so vielen Menschen vollkommen unreflektiert und ungeprüft weitergeteilt werden?

Das darf doch nicht wahr sein!

Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Dieses Angebot fühlt sich doch einfach perfekt an. Der Verkäufer kann es doch nur gut mit mir meinen. Warum habe ich denn jetzt plötzlich ein merkwürdiges Abo für die nächsten 2 Jahre und wo kommen diese Kosten her? Davon hat der doch gar nix gesagt im Gespräch… Ach herrje, das Kleingedruckte nicht gelesen. Und ich behaupte jetzt einfach mal, wer nichts zu verheimlichen hat, braucht auch nichts Kleingedrucktes 😉 Unser Gehirn füllt Lücken immer im passenden Kontext auf. Siehe Scrabble. Das wird uns jedoch zum Verhängnis, wenn wir eigentlich unser statistisches Denkvermögen brauchen.

Kahnemann hat dazu folgenden Satz benutzt: „Nachdem Jane einen Tag damit verbracht hatte, in den überfüllten Straßen von New York hübsche Aussichten zu erkunden, bemerkte sie, dass ihr Geldbeutel verschwunden war.“

Für uns ergibt sich beim Lesen automatisch ein rundes Bild, volle Straßen in einer Stadt wie New York, das kann nur ein Taschendieb gewesen sein. Jane kann ihr Portemonnaie aber ebenso verloren oder wo vergessen haben – und das ist viel wahrscheinlicher, denn jeden Tag verlieren oder vergessen auch in Großstädten die Menschen mehr, als dass ihnen was geklaut wird.

Seid also achtsam, dass Euer Hirn die Lücken nicht fahrlässig auffüllt. Gute Verkäufer schaffen es nämlich, Euch die Füllung der Lücken durch’s präsentierte Gesamtpaket zu suggerieren. Und dann steht Ihr zuhause und entdeckt das Abo.

Ich mag Dich, also kaufe ich

Hier spielen meistens der sogenannte Liking Bias und der Halo Effekt mit hinein. Der Liking Bias besagt, dass wir am liebsten von Menschen kaufen, die uns sympathisch sind und die wir schön finden. Schön ist zwar subjektiv, aber unterstreichen kann jeder seine Optik mit Maßanzug, Einstecktüchlein oder als Frau mit genug Schminke. Ich erinnere mich zurück an meine Zeit bei Porsche, es gab da einen optischen Typen, den habe ich immer Franjo-Pooth-Typ genannt, eben wegen der Gesamtkombination aus Anzug, Einstecktuch, Frisur und Gel in den Haaren. Nichts gegen Franjo Pooth, der Look stand einfach nur perfekt für ein gewisses Einkommensprofil. Aber immer wenn jemand so hineinkam, habe ich ihn genauer unter die Lupe genommen. Denn der klassische Porschekunde musste nichts beweisen und kam eher in Alltagskleidung, als zu „geleckt“. Und meistens hat mein Gefühl mir Recht gegeben. Man sollte das schon bedenken, bevor man ein Auto im Wert einer größeren Wohnung zu einer Probefahrt rausgibt. Wir hatten übrigens auch den Ernst-August-Typ, aber das mal nur am Rande 🙂

Der Halo Effekt wiederum bringt mit sich, dass ein besonders auffälliges Merkmal eines Menschen all seine anderen Merkmale überstrahlt. Halo kommt aus dem Englischen und bedeutet Heiligenschein. So kommt es z.B., dass Personen, die gut reden können, plötzlich auf Posten sitzen, wo sie gar nicht hingehören, auch Peter-Prinzip genannt (jeder wird solange hoch befördert, bis seine Inkompetenz bewiesen ist). Ein guter Verkäufer hört seinen Kunden zu. Er redet selbst in einer sauberen Bedarfsanalyse nur zu 20-30% und in dieser Zeit stellt er strategisch die richtigen Fragen, um herauszufinden, was seine Kunden wirklich wollen. Schlechte sowie auch dubiose Verkäufer reden einen über ihre tolle Leistung in Grund und Boden, bis man selbst vergessen hat, was man eigentlich wollte.

Ein Doktor muss doch Recht haben

Auch Authorität funktioniert gut. In der Fernseh-Werbung sind das Dr. Best und die Zahnarztfrau. Natürlich beide im weißen Kittel, mit dem wir geistig eine saubere Weste verbinden. Überhaupt ist Kleidung neben Titeln etwas, mit dem viele Bereiche aktiv arbeiten. Schwarz-weiß, der höchste Farbkontrast, steht in unseren Köpfen auch für eine hohe Kompetenzstufe. Denken wir mal an Anwälte, Richter, Pastoren, Geschäftsführer, … Alle in schwarz-weiß und auch ich bin jahrelang mit schwarz-weiß geführt worden!

Willst Du was gelten, mach Dich selten

Lassen wir auch die Knappheit nicht unerwähnt. In Dauerwerbesendungen läuft nebenbei immer ein Ticker mit, der entweder hoch oder runterzählt. In beiden Fällen macht uns das Druck, denn wir bekommen Angst, dass wir nichts mehr abkriegen von dem tollen Produkt. Gewiefte Verkäufer benutzen das auch im wahren Leben. Wobei ich hier aber sagen muss, in der Industrie ist es normal. Gehen wir wieder zurück in meine Autozeit. Da wurden Produktions-Quoten in Relation zu unserem Marktverantwortungsgebiet bereitgehalten. Das heißt, ein Hersteller muss marktübliche Mengen produzieren, denn wenn er einfach blind ohne Übersicht alles baut, was geht, ist gerade bei einem größeren Produkt wie einem Auto bald das Lager überfüllt und das wiederum kostet Geld. Die Kaufleute unter uns haben einst die Lagerkennzahlen dazu gelernt 🙂

Nun frage ich mich aber, was für einen Sinn macht es, unsichtbare Produkte wie Konteneröffnungen oder Versicherungen künstlich zu verknappen…? Seid da einfach etwas hellhörig, Leute!

Das Geschäft mit der Jugend

Der letzte Punkt, auf den ich eingehen möchte, endet da, wo ich angefangen habe, bei der Antifaltencreme. Die Werbung setzt hier gleich 2 Strategien auf einmal ein: die Köderzielgruppe und das Schreckenszenario: „Wenn Du unsere Creme nicht benutzt, siehst Du im Alter ganz gruselig aus.“ Und nach Benutzung des Wunderproduktes folgt die Einblendung einer 40-Jährigen, die man auf alt getrimmt hat. Sie soll anmuten wie eine 60-jährige. Und klar, welche Frau will nicht mit 60 noch so aussehen wie mit 40? Ihr erinnert Euch? Auch bei Shampoowerbung zeigt man uns die passenden voher-Bilder vom explodierten Wiesel…

Hört bei den Geschichten, die Euch Verkäufer erzählen, ganz genau zu. Storytelling ist nämlich zufällig etwas, worauf unser Hirn total steht. Unerwartete Dinge werden von uns auch nur wahrgenommen, wenn wir uns auf sie konzentrieren. Bewiesen haben das Christopher Chabris und Daniel Simons mit ihrem „unsichtbaren Gorilla“, den sie mitten im Basketball-Spiel über das Spielfeld laufen ließen und den kaum einer bemerkt hat. Da sind wir wieder bei „es kann nicht sein, was nicht sein darf“. Das Wissen nutzen auch Trickdiebe aus, die auf’s natürliche Mitgefühl des Menschen abzielen und einen Unfall vorspielen, um dann das helfende Auto auszuräumen.

Ein guter Rat, damit es nicht zu teuer wird?

Lutscht vor dem Shoppen einfach ein Traubenzucker, damit Ihr Euch besser konzentrieren könnt. Der Psychologe Roy Baumeister hat hier eine Studie gemacht. Zwei Gruppen mussten Aufgaben erfüllen. Zur Halbzeit gab es eine Pause, in der die eine Gruppe Limo mit Glukose zu trinken bekam und die andere Limo mit künstlichem Süßstoff. Die Gruppe mit Glukose konnte sich auf den zweiten Teil gut konzentrieren, bei den anderen machte sich Erschöpfung in System 2 breit und die Leistung ließ nach.

Liebe Kunden, seid wachsam, nicht jeder meinte es gut mit Euch. Und liebe Verkäufer, seid fair. Verkauft gute Produkte zu guten Preisen und helft den Kunden, für sie das richtige zu finden. Ja, wir leben alle davon, dass wir etwas verkaufen, eine Leistung gegen Geld tauschen. Aber das geht auch fair!

glücklicher Verkäufer, glückliche Kundin
Win-Win heißt, dass alle lachen: Verkäufer & Kunden!

kNOwBODY is perfect gegen den Brustkrebs

PINK meets GREEN!

Liebe Leser/innen,

es gibt viele Missstände auf dieser Welt und die Wahl meiner Frühjahrsaktion soll alles andere selbstverständlich nicht in den Hintergrund drängen, aber irgendwo muss man stets anfangen. Ich denke, gerade als Unternehmer/in – mit mehr Präsenz in der Öffentlichkeit als eine Privatperson – können und sollten wir diese auch nutzen, um Gutes zu tun und aufmerksam zu machen. Einfach mal den Blick dorthin lenken, wo die Menschen nicht so gern hinsehen, weil es dort auch unschöne Bilder gibt, die unsere gute Laune trüben könnten. Aber selbst, wenn wir nicht hinsehen, sind sie ja trotzdem da!

Manche brauchen dazu ein neudeutsches Wort: Corporate Social Responsibility. Ich nenne es einfach: Mein Wertesystem und Dankbarkeit, dass es den meisten von uns wirklich gut geht. Ich spende seit meiner Berufsausbildung und somit seit eigenes Geld auf mein Konto wandert. Darunter waren schon Rettungshubschrauber, Tiere, Hilfsorganisationen, Obdachlose, etc… Lange Zeit habe ich Heroinabhängigen persönlich geholfen und seit 2013 bin ich ehrenamtliche Sterbebegleiterin in der Hospizhilfe Bremen.

Warum jetzt gerade Brustkrebs? Natürlich ist es was Persönliches. Ich habe im Freundeskreis erneut eine tapfere Kämpferin. Und sie ist nicht die Erste. Überhaupt erkrankt jede 8. Frau an Brustkrebs und in meiner Altergsgruppe stirbt sogar 1/3 der Erkrankten daran. Wir können zum Mars fliegen, aber den Krebs noch nicht heilen. Natürlich kommt man dann automatisch eher auf die Idee, in dem Bereich was zu tun. Ich freue mich, wenn ich den Impuls setzen kann, mit anzupacken!

Vertrieb ist immer „höher, schneller, weiter“. Aber wir dürfen dennoch nicht vergessen, wo wir herkommen und wo wir mal hingehen.

Wie zu lesen ist, sollen also 5% des Umsatzes der im Frühjahr gebuchten Trainings an die Bremer Krebsgesellschaft gehen, um sie in spezielle Forschungsprojekte gegen Brustkrebs zu investieren.

Brustkrebs Aktion Frühjahr 2019

HIER geht’s zum Kontakt.

iphone vodafone einkäufer

Was Vodafone von einem Einkäufer und einem kleinen Sonnenstudio lernen kann

Herr M ist Einkäufer in einem in Bremen ansässigen internationalen Unternehmen. Seit geraumer Zeit beschäftigt er sich mit dem Verkaufen, weil er zum einen genau weiß, dass dies seine „Gegenseite“ ist, die versucht, ihn zu überlisten und zum anderen muss auch er verkaufen: nämlich Preisgrenzen bei seinen Wunschlieferanten. Außerdem ist es ja nie ein Fehler, wenn man weiß, wie andere Menschen funktionieren. Weiterlesen

Social Media

Nicht verkaufen auf Social Media? Wie geht das?

Letzte Woche habe ich bei einem Kunden eine Veranstaltung begleitet. So kam ich ins Gespräch mit einem sympathischen Herren, der dort zu Gast war. Er selbst hat ein Traditionsunternehmen für Berufsbekleidung und möchte derzeit nicht wachsen. Ergo lautete seine erstmal logische These: Social Media ist nichts für ihn. Da würden ja nur noch mehr potenzielle Kunden auf ihn aufmerksam. Ist das so oder kann man auch in den Social Media steuern, was man damit erreichen will…?

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Digitalisierung schulen

Mitarbeiter schulen in digitalen Zeiten

Laut einer Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom im November 2017 befürchten etwa 1/4 der deutschen Unternehmen, dass die Digitalisierung auf Dauer ihre Existenz bedroht. Etwa 3,4 Millionen Arbeitsplätze könnten nach einer Hochrechnung unter 500 befragten Unternehmen bis 2022 direkt davon betroffen sein. Fast 1/3 der Unternehmen zieht deshalb sogar in Betracht, sich bereits vorab zu verkleinern.

Und tatsächlich hat die Digitalisierung bereits ganze Berufsbilder verändert, siehe den KFZ-Mechatroniker. Einst schwang er als Mechaniker den Schraubenschlüssel, heute das elektronische Auslesegerät zur Fehlersuche. Etwa die Hälfte unserer aktuell 330 Ausbildungsberufe ist zumindest in ihrer Erscheinungsform bedroht. Weiterlesen

Mehrwert Marketing

Dieses kleine bisschen Mehrwert

Aus der Perspektive als Anbieter

Wenn ich Internetseiten für meine Kunden mit Leben fülle und diese dann auch manchmal mit ihren Seiten umziehen wollen, helfe ich ihnen dabei, bzw. ich mache das für sie. Warum? Weil ich mir keinen Zacken dabei aus der Krone breche, sie sich meistens selber nicht damit auskennen, viele kleinere Firmen keinen IT’ler im Betrieb haben und es ihnen egal ist, ob ich dafür ein paar Stunden extra berechne. Hauptsache diese Sorge ist vom Tisch. Die Kunden müssen sich nämlich keinen Dienstleister suchen. Das spart ihnen Zeit und Nerven – und natürlich auch Geld. Ich fasse zusammen: ich kann es und habe für komplizierte Fälle einen IT’ler im Haus. Also mache ich das, mir tut es nicht weiter weh. Und noch dazu habe ich Freude daran. Unterm Strich geht es aber um viel mehr. Weiterlesen

Paradigmenwechsel Verkäufer

Paradigmenwechsel für Verkäufer

Verkäufer müssen umdenken

Vor einem guten Jahr schon hat das World Economic Forum mehrere Artikel veröffentlicht, in denen sie gemutmaßt haben, wie das Jahr 2030 aussehen könnte – wie unsere Welt dann aussehen könnte. Neben den Punkten, dass wir wohl immer weniger Fleisch essen werden, die USA ihren Status als alleinige Großmacht abgeben und heutige Flüchtlinge die Führungskräfte von morgen sind, haben sie auch über den Verkauf spekuliert. Wir werden weniger Produkte und dafür mehr Dienstleistungen vertreiben und sie führen hier das Beispiel der sogenannten „Sharing Economy“ an. Autos könnten etwas sein, was man dann nicht mehr selber besitzen muss, sondern sich mit anderen teilt, sprich leiht. Natürlich nicht nur aus ökonomischen, sondern auch aus ökologischen Gründen. Weiterlesen

Unternehmer im Unternehmen

Warum die Schule eine schlechte Vorbereitung auf den Verkäuferberuf ist

…und was Du selber tun kannst

Der typische Verkäufer ist ein Unternehmer im Unternehmen. Denn: Er hat sein eigenes Management (Zeit, sich selbst organisieren), sein eigenes Budget zu verwalten (weil er zumeist auf Provision arbeitet und jeder Nachlass ihn Geld kostet) und er macht sein eigenes Marketing (Selbstmarketing, er muss nicht nur sein Produkt, sondern sich selbst verkaufen). Wenn er nun also ein Unternehmer im Unternehmen ist, muss er auch denken wie einer!

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über mich oder über uns

„Über uns“ oder „über mich“?

Der Bluff mit der Masse

Heute früh bekam ich von einer Freundin einen Link, weil wir gestern über ein Thema gesprochen haben, welches ich spannend fand. Ok, ich finde es auch noch spannend, davon mal abgesehen, aber ein Teil der Umsetzung piekste nun in meinem Verkäuferherz. Verkaufen bedeutet in erster Linie ein hohes Maß an Stimmigkeit, denn das erzeugt Vertrauen. Ohne Stimmigkeit kein Vertrauen und ohne Vertrauen kein Geschäft.

Wie ich so bin, schaue ich neugierig nach, mit wem ich es zu tun habe und lese „über uns“. Gleich im ersten Absatz ein Wortdreher, der merklich daher rührt, dass die Anbieterin ziemlich sicher vorher nur über sich geschrieben hatte und dann doch aus dem „über mich“ ein „über uns“ machte. Unten drunter ein Bild – mit genau einer Person darauf. Im weiterführenden Text weitere komische Formulierungen, die darauf schließen lassen, dass hier jemand versucht, Masse darzustellen, die es gar nicht gibt. Unter anderem „sind >wir< ein führender Anbieter…“ Tja, aber es gibt nur 5 verschiedene Produkte im Angebot. Nun könnte man auch mit 5 Produkten eine Branche anführen, aber nicht in diesem Metier. Ich nenne den Namen und die Firma hier aus Rücksicht nicht, weil ich der Dame nichts Schlechtes unterstellen möchte. An sich hatte sie bestimmt einen guten Gedanken dabei.

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Ibiza Sommerloch

Hast Du ein Sommerloch?

Zugegeben, die Frage ist fies. Und sie soll Dich keinesfalls gedanklich entblößen. Du wirst gleich sehen, worauf ich hinaus will, denn eigentlich ist dieses vielerorts negativ ausgelegte Reizwort eher eine Sache der Sichtweise und wie klug Du Zeit zu nutzen verstehst.

Klar a) im Sommer ist tatsächlich weniger los, was man unter anderem mit der typischen Urlaubszeit erklären kann. Wenn jemand nicht da ist, kann er in dem Moment zumindest persönlich nichts bei Dir kaufen. Und b) diese Auszeit ist sogar ganz gesund, auch im betriebswirtschaftlichen Sinne. Denn wann könntest Du besser in Ruhe und völliger Entspannung Deine Businessziele überdenken, als selbst mit einem kühlen Eistee unter einer Palme liegend – oder lieber am Pool…?

Wenn Du mich persönlich kennst oder schon mal im Seminar erlebt hast, dann weißt Du, dass ich sehr viel Wert auf Ziele lege. Die dürfen auch ruhig knackig sein. Aber wenn Du Dir Ziele steckst, dann muss auch irgendwann einmal der „D-Day“ kommen, an dem Du haargenau überprüfst, ob Du in der Spur bist. Nur so kannst Du optimieren.

Der Vorteil ist, dass Du unter der Palme entspannt bist und nach ein paar Tagen des lockeren Lebens ist es ein guter Moment, über Dich selbst nachzudenken. Die Hektik des Alltags liegt hinter Dir, Du hast aus dem Abstand und der anderen Umgebung heraus eine neutralere Draufsicht und wenn Du Dein Business liebst, wirst Du auch nicht denken „Bäh, jetzt was für die Firma tun“. Unterm Strich tust Du damit was für Dich und langfristig für Deine Zukunft.

Also sei nicht traurig, wenn Deine Kunden im Urlaub sind. Betrachte es nicht als Flaute, sondern als Deine Chance für Aufwind!

Ich selbst bin jedes Jahr zur gleichen Zeit auf der wunderschönen Insel Ibiza und Du wirst Dir jetzt schon denken können, was ich da mache. Ich kündige diesen Zeitraum meinen Kunden an, damit jeder weiß, eine Mail oder ein Rückruf könnte auch mal ein paar Stunden dauern. Aber dann heißt es entspannen, den Businessplan überarbeiten, neue Leitfäden stricken, Denkarbeit für laufende Projekte – ach die Ideen sprudeln förmlich bei Tapas, Cava & Co.

Versuche diese Strategie doch auch mal, nimm Dir eine bewusste Auszeit! Nimm Dir Dein „Sommerloch“ selbst, tanke Energie und starte danach wieder voll durch.

In diesem Sinne, muchos saludos.